Exkurs - Urlaub 

 Mit dem Hund in den Urlaub zu fahren kann das Tollste sein! Wandern, Schwimmen, Sightseeing, Bergsteigen, Gondelfahren, im Restaurant essen - all das mit traumhafter Kulisse und dem treuen vierbeinigem Begleiter an seiner Seite. Ein Teil des Vorstands hat genau dies über Neujahr erlebt. Sie waren samt Hund in Skandinavien im Urlaub und kurz gesagt: Es war hervorragend!
Wenige Leute, kaum andere Hunde, tiefer Schnee - Eiseskälte - eine atemberaubende Landschaft und kräftezehrende Wanderungen. Urlaub im Camper mit Hund in Skandinavien zählt alle Mal als Abenteuerurlaub.

Doch, damit dieser Urlaub so wundervoll werden konnte wie er war, gab es einge Voraussetzungen die der vierbeinige Begleiter mit sich bringen musste. Das war zunächst absolute wetterfeste, was allein durch die Rasse außer Frage stand- der Hund befand sich wann immer möglich im Schnee, auf dem Eis oder im Wasser. Praktischerweise brachte die Rasse nicht nur ein dickes Fell sondern auch körperliche Leistungsfähigkeit, Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen mit. So konnte er Bergwanderungen im tiefen Schnee am Zuggeschirr eingspannt mühelos bewältigen.
Zusätzlich dazu musste er über einen absolut sicheren Rückruf, und allgemein sehr guten Gehorsam verfügen um die Freiheit im Urlaub - trotz vorhandenem Jagdtrieb - in vollen Zügen genießen zu können. Der Hund brachte soweit alle Voraussetzungen für einen Abenteuerurlaub mit und zeigte sich im Urlaub auch weitestgehend vorbildlich.

Doch möchten wir hier nicht den Eindruck vermitteln, dass ein Hund perfekt sein muss, um mit in den Urlaub zu können - umso weniger Einschränkungen er mit sich bringt desto schöner wird es jedoch. Natürlich brachte auch dieser Hund Einschränkungen mit sich, so ist es unmöglich ihn außerhalb seines Hauses alleine zu lassen ohne das ihn seine Trennungsangst überwältigt, er musste also überall mit hin. Auch vor einem Geschäft angeleint warten entfällt im Ansatz - er hätte sofort die Leine durchtrennt und wäre in den Laden gefolgt. Dies musste also den ganzen Urlaub berücksichtigt werden. Der Hund musste immer in Gesellschaft sein, was aber durchaus gut umsetzbar war - Einkaufen gehen kann schließlich jeder Erwachsene auch alleine.
Eine weitere Herausforderung war das absolut mäkelige Essverhalten - da er nicht wie gewohnt eingekochtes Fleisch zu Fressen bekommen konnte. Hatte der Hund nicht grade nach einer langen Wanderung großen Hunger, so entschied er strikt nach Vorliebe, ob er das Futter zu sich nimmt oder nicht. Und ihm einfach eine Sorte die er gerne mag immer zu geben war keine Möglichkeit, denn er entschied schnell, dass ihm eine Geschmacksrichtung über war, und verweigerte diese dann nach kurzer Zeit. Keine Probleme gab es jedoch bei seinen Leckerlies - diese nahm er immer, egal wie viele man ihm gab. Trotz aller Bemühungen verlor er über den Urlaub etwas an Gewicht, welches er zurück im trauten Heim allerdings sicher schnell wieder zurück gewonnen haben wird.
Trotz der Einschränkungen war der Urlaub mit Hund ein voller Erfolg.

An dieser Stelle möchte ich einmal explizit darauf hinweisen, dass ein folgsamer Hund nicht nur den Alltag leichter macht, sondern auch andere Möglichkeiten öffnet, mit einem schlecht folgenden Hund der die ganze Zeit angeleint sein muss und wohlmöglich auch nicht leinenführig und schlechtestenfalls auch umweltunsicher ist wäre dieser Urlaub nicht nur furchtbar anstrengend sondern schlichtweg unmöglich gewesen.
Also übt mit euren Hunden zu Hause und im regulären Alltag so viel es geht, gewöhnt sie an alles Mögliche und irgendwann könnt ihr ihnen und euch wundervolle Abenteuer ermöglichen und ihnen Freiheiten gewähren, die sonst nicht zu denken wären.